Geißkraut

Aegopodium podagraria, Holunder, Kräutergerard

Für die meisten Gartenbesitzer ist Geißkraut ein lästiges Unkraut, das so hartnäckig ist, dass man es nie wieder los wird. In der Vergangenheit wurde Gicht jedoch in der Volksmedizin zur Behandlung von Gicht und Rheuma sowie zur Anregung der Harnorgane und des Stoffwechsels hoch geschätzt. Aber da wir den Geißkraut als wildes Gemüse essen können, sind wir manchmal froh, so viel davon zu haben!

Beschreibung der Anlage

Der Geißfuß ist in ganz Europa heimisch. Er wächst am liebsten in Auenwäldern, Hecken und Gärten. Die mehrjährige, mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 90 Zentimeter hoch.

Der Stiel ist hohl und kantig. Die Blätter sind doppelt dreizählig. Die Blütendolden mit weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütendolde ist 15-25 strahlenförmig. Die Samen entwickeln sich aus den Geißkrautblüten bis zum Herbst. Die eiförmigen und glatten Früchte sind etwa 3-4 mm lang. Die weißen Wurzeln sind leicht giftig (Falcarindiol) und selbst aus kleinen Wurzelstücken kann eine neue Pflanze wachsen. Die Wurzeln bilden breite Ausläufer, die eine schnelle und sichere Verbreitung gewährleisten.

Merkmale

Wissenschaftlicher Name
Aegopodium podagraria.

Pflanzenfamilie
Apiaceae.

Andere Namen
Gemeiner Holunder, Kräutergerard, Bischofskraut, Gichtkraut und Schnee im Gebirge, Englisches Meisterwurz und Wildes Meisterwurz

Gebrauchte Anlagenteile
Blatt.

Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Flavonolglycoside, Harz, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Vitamin C.

Erntezeit
April bis Juli.

Medizinische Eigenschaften

Wichtigste Verwendungszwecke: Gicht und Rheuma.

Heilende Wirkungen

        • Abführmittel
        • Anti-rheumatisch
        • Beruhigend
        • Entwässerung
        • Entzündungshemmend
        • Harnsäure lösend
        • Diuretikum,
        • Verdauung

Anwendungsbereiche

        • Gicht
        • Rheuma
        • Blasenentzündung
        • Durchfall
        • Hämorrhoiden
        • Sciatica
        • Skorbut
        • Übergewicht
        • Verdauungsstörungen
        • Wunden

Formen der Vorbereitung

Tee

2 Esslöffel pro 250 ml Wasser. Das heisse Wasser über das Kraut giessen, 5 Minuten stehen lassen und abseihen. Der Tee aus dem getrockneten Kraut hilft gegen Gicht und Rheuma. Für eine Frühjahrskur können Sie anstelle des getrockneten Krauts die frischen Triebe in der gleichen Menge verwenden.

Briefumschläge

Das frisch zerkleinerte Kraut wird als Kompresse gegen Gicht und Rheuma auf die betroffene Körperstelle aufgetragen. Das zerkleinerte Kraut ist praktisch bei Wanderungen gegen Insektenstiche.

Badezusatz

Zubereitung wie der Tee. Als Sitzbad gegen Hämorrhoiden.

Frische Triebe

Als Salat oder Spinat als Entgiftungskur im Frühling.

Auszug

Eine 10-tägige Frühjahrskur. Saft aus den frischen Trieben pressen und 1:5 mit Mineralwasser oder Buttermilch verdünnen. Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten Tag 2 Esslöffel und so weiter. Sollte den Stoffwechsel anregen, entschlacken und entgiften.

Vorsicht! Zu viel Extrakt führt zu Durchfall!

Homöopathie

Die frisch blühende Pflanze wird verarbeitet. Auch gegen Rheuma und Gicht.

Geschichte

Gänsefuß wurde bereits in der Steinzeit als Wildgemüse gegessen, er wurde als Salat oder Spinat als Frühlingskur verwendet. Der Name (Aegopodium) leitet sich von den griechischen Wörtern für Ziege und Fuß ab, wegen der Blütenblätter, die einem Ziegenfuß ähneln. Nach der mittelalterlichen Unterschriftentheorie eignet sich die Gicht daher zur Behandlung von Gicht an den Füßen. Als Zutat in Suppen war Gicht bei einigen Königshäusern eine geschätzte Delikatesse.

Tipps zur Kultivierung

Der Anbau im eigenen Garten sollte sehr sorgfältig überlegt werden. Bei ungünstigem Wind oder fehlender Rhizombarriere (gegen die Wurzeln) ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Nachbar Gänsefuß im eigenen Garten hat. Wenn man den Geißfuß loswerden will, hilft in der Regel nur, ihn wegzubekommen.

Der Anbau von Geißkraut hingegen ist einfach: Einfach den Samen (im noch kalten Frühling) oder die Wurzelstücke (jederzeit) in die Erde legen und die Erde feucht halten. Der Standort sollte schattig oder halbschattig sein. Am besten ist es, in grossen Töpfen zu wachsen und zu verhindern, dass das Saatgut reift und sich im ganzen Garten ausbreitet.

Tipps zur Sammlung

Pflücken Sie die aromatischen und leicht bitteren frischen Triebe und jungen Blätter im Frühling und bereiten Sie sie wie Spinat oder Salat zu. Die älteren Blätter eignen sich als Ersatz für Petersilie in Suppen, Gemüsegerichten und Aufläufen. Die reifen Samen eignen sich als Gewürz.

Zum Trocknen sammeln Sie das Kraut kurz vor der Blüte und hängen die Pflanze in Bündeln an einem schattigen und luftigen Ort auf. Lagern Sie das getrocknete Kraut in Stoff- oder Papiersäcken.

 

Synonyme:
Bishop's Unkraut, Holunder

Aegopodium podagraria
Illustration Aegopodium podagraria0 clean no-description.jpg
Illustration from Otto Wilhelm Thomé's Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz (1885)
Scientific classification edit
Kingdom:Plantae
Clade:Tracheophytes
Clade:Angiosperms
Clade:Eudicots
Clade:Asterids
Order:Apiales
Family:Apiaceae
Genus:Aegopodium
Species:
A. podagraria
Binomial name
Aegopodium podagraria
Synonyms
  • Aegopodium angelicifolium Salisb.
  • Aegopodium simplex Lavy
  • Aegopodium ternatum Gilib. nom. inval.
  • Aegopodium tribracteolatum Schmalh.
  • Apium biternatum Stokes
  • Apium podagraria (L.) Caruel
  • Carum podagraria (L.) Roth

Aegopodium podagraria (commonly called ground elder, herb gerard, bishop's weed, goutweed, gout wort, and snow-in-the-mountain, and sometimes called English masterwort and wild masterwort) is a perennial plant in the carrot family (Apiaceae) that grows in shady places. The name "ground elder" comes from the superficial similarity of its leaves and flowers to those of elder (Sambucus), which is unrelated. It is the type species of the genus Aegopodium. This species is native to Eurasia, and has been introduced around the world as an ornamental plant, where it occasionally poses an ecological threat as an invasive exotic plant.

Goutweed (Wiktionary)

English

Etymology

gout +‎ weed, from having formerly been used to treat gout.

Noun

goutweed (uncountable)

  1. A ground elder, Aegopodium podagraria.

Synonyms

  • goutwort

Translations

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