Graues Adenostyl

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Der Graue Adenostyl ist eine mehrjährige Pflanze, die in und um die Alpen und Pyrenäen in der subalpinen Zone vorkommt. Die Blätter erinnern an Huflattichblätter und an die Blüten des Wasserostens.

Im Alpenraum wurde es oft wie Huflattich oder Pestwurz verwendet, aber zu dieser Zeit gab es keinen großen Unterschied, solange die Blätter ähnlich aussahen und ungefähr die gleiche Wirkung hatten. Die Blätter wurden auch als Toilettenpapier am Strassenrand verwendet.

Beschreibung der Anlage

Der Graue Adenostyl ist in der Alpenregion heimisch. Er wächst bevorzugt zwischen 900 und 2200 m ü.M. in kräuterreichen Bergwäldern und hochgelegenen Staudenwiesen.

Der mehrjährige Hochstrauch wird zwischen 30 und 170 Zentimeter hoch. Die Blätter sind herzförmig und können einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Auf der Unterseite a der Blätter befinden sich graufilzige Haare, die abgewischt werden können. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und Oktober. Die vielen röhrenförmigen Einzelblüten sind zu Zapfen vereinigt. Die Samen entwickeln sich aus den Blüten bis in den Spätherbst.

Merkmale

Wissenschaftlicher Name
Adenostyles alliariae oder Adenostyles albifrons.

Pflanzenfamilie
Asteraceae.

Andere Namen
Öhriger Alpen-Ost, Gouan Kerner, Graue Alpen Ost, Huatplotschen, Meerrettich, Scheißklingen.

Verwendete Pflanzenteile
Blatt und Wurzel.

Inhaltsstoffe
Hepatotoxine, Senecionine, Seneciphylline, Spartioidine.

Erntezeit
Frühling bis Frühsommer.

Nebenwirkungen
Leberschaden, Hautreizung.

Kontraindikation
Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen.

Medizinische Eigenschaften

Hauptverwendung: Husten.

Heilende Wirkungen

        • Hustenstillendes Mittel
        • Hautgeschwüre
        • Reizhusten
        • Raucherhusten

Methoden der Anwendung

        • Mündlich
        • Aktuell

Formen der Vorbereitung

Wird wie Huflattich in vielen alten Rezepten des Alpenraums verwendet. Es sollte wegen seiner hohen toxischen Wirkung auf die Leber nicht innerlich angewendet werden. Einige dem Huflattich zugeschriebene Krankheiten oder Vergiftungen lassen sich auf den Alpenraum zurückführen.

Tee

1 Teelöffel getrocknete Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten stehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Bäder/Umschläge

Bäder oder Kompressen mit dem Tee oder frischen Blättern sollen gegen Hautkrankheiten helfen.

Weihrauch

Zerkleinerte Wurzeln oder Blätter werden als Begasungsmittel gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Homöopathie

Das Heilmittel wird von einigen Heilern selbst hergestellt, aber das Anwendungsgebiet ist leider noch nicht bekannt.

Denken Sie daran, dass man wegen der leberschädigenden Inhaltsstoffe auf die innere Anwendung aller Grau-Adenostyl-Arten verzichten sollte.

Tipps zur Kultivierung

Manchmal ist die Pflanze in der freien Natur zu einem vernünftigen Preis erhältlich. Der Graue Adenostyl mag nährstoffreiche und feuchte Böden. Der Standort sollte halbschattig sein. In Höhenlagen unter 1000 m wächst der Grau-Adenostyl oft nicht zufriedenstellend.

Tipps zur Sammlung

Frische Blätter ernten, größere Blätter vor dem Trocknen zerkleinern. Trocknen Sie die Blätter gründlich an einem luftigen Ort im Schatten.

 

Adenostyles alliariae
Asteraceae - Adenostyles alliariae-001.jpg
Plant of Adenostyles alliariae at the Giardino Botanico Alpino Chanousia
Scientific classification
Kingdom:
(unranked):
(unranked):
(unranked):
Order:
Family:
Genus:
Species:
A. alliariae
Binomial name
Adenostyles alliariae
(Gouan) A.Kern.

Adenostyles alliariae is herbaceous perennial flowering plant in the daisy family Asteraceae.

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